Bonn 2036: Zukunftsbilder von der ZUsammenKUNFT#1

3, August 2026 | Artikel, Bericht, Klima, Mobilität, Wohnen

ZUsammenKUNFT#1 – Die Zukunftsbilder: Wie gelingt es uns, dass wir 2036 wirksam, fröhlich und sichtbar sind? Das fragten sich am 26.06.2026 gut 60 Vertreter:innen von Bonner Initiativen. Hier ihre Antwort. Eingeladen hatte das Programmbüro Zukunft von Bonn im Wandel e.V. Die  ZUsammenKUNFT#1 war das erste Visions- und Strategietreffen für Bonner Initiativen.

Ein junger Mann schaut sich 2 Pinwände an auf denen Illustrationen von einem Klimaneutralen Bonn hängenBonn 2036: Eine Stadt, die zusammenhält. Eine gute Zukunft für Alle🌱✨

Bonn im Jahr 2036 pulsiert. Die Hofgartenwiese ist ein Ort der Begegnung, es gibt Feste der Vielfalt, Symbole für eine Stadt, die zusammenhält. Tausende Menschen strömen hierher – aus jedem Stadtteil, aus allen Lebenswelten. Das Offensichtliche wird sichtbar und greifbar: die grüne, gesunde und vielfältige Stadt.

Die Nordbrücke wurde nun doch nicht erweitert, weil viele Menschen mit dem Rad fahren. Stattdessen gibt es Radwege, die alle verbinden. Der Verkehr folgt klaren Prioritäten: Fußgänger:innen zuerst, dann Radfahrer:innen, E-Bikes und Busse. Verbrenner sind ein Relikt der Vergangenheit. Es gibt autofreie Zonen und Tempo 30 in der Innenstadt.

Medienkampagnen klären auf über Hitzeschäden, über Insektensterben, über die Macht und die Freude am  Handeln. Die Hitzewellen? Haben wir im Griff, mit gedämmten Häusern, Hitzebunkern und kühlen Begegnungsorten, zum Beispiel im Parkhaus unter dem Stadthaus.

Wie haben wir das geschafft?

Wir haben ein Bündnis geschlossen, das gemeinsam sprechfähig ist, Bürgeranträge gestellt und Unternehmensbündnisse geschlossen. Es gibt ein starkes Netzwerk der Zivilgesellschaft, präsent und sichtbar.

Wir denken und arbeiten milieu-übergreifend, es gibt mehr menschlichen Kontakt, mehr Gemeinschaft und dieses Gefühl,  dass wir von einer Welle getragen werden.

Wir entwickeln gemeinsame Ziele. Das ist nicht immer einfach – doch der breite Konsens zeigt: Bonn kann es besser. Überraschende Bündnisse entstehen. Digitale und analoge Netzwerke verbinden Menschen, Initiativen und Politik. In Krisen stehen wir zusammen – vorbereitet, entschlossen, mit dem langen Atem derer, die wissen: Eine lebenswerte Stadt entsteht durch Handeln, nicht durch Warten.

Zukunft entsteht durch eine neue Kultur des Zuhörens

Politiker hört einem Bürger zu und schreibt mitPolitik und Verwaltung, Initiativen und Bürger:innen hören einander zu. Statt Streit gibt es konstruktive Räume für Austausch. Alle Stimmen werden gehört und  ernst genommen. Bedenken unterstützen dabei, gute Lösungen zu entwickeln, die Menschen wieder verbinden.

Auch die politische Kultur hat sich gewandelt: Sie ist gemeinwohlorientiert, nah an den Menschen, parteiübergreifend.  Ein geloster Bürgerrat berät seit 2026 parteiunabhängig die Stadtregierung. Das führt zu guten Beschlüssen. Auch Naturorganismen haben mittlerweile Rechte in unserer Demokratie.

Wir wirtschaften für das Gemeinwohl

Bonn hat einen Gemeinwohl-Index – parallel zum BIP. Der Haushalt orientiert sich daran. Die Zivilgesellschaft und Verwaltung haben diesen Gedanken gemeinsam entwickelt. Der Rat hat ihn festgeschrieben. Ein Vorbild für den Bund.

És gibt mehr kommunale Finanzmittel, denn eine gerechte Steuerpolitik bringt Geld vom Bund in die Kommunen. Menschen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen werden finanziert. 2036 arbeiten wir für ein demokratisches Wirtschaften, für humane Lebensräume, für eine gemeinschaftliche Vermögensbildung.

Die Bonner Viertel – lebendig, resilient, nah

In den 51 Bonner Stadtviertel gibt es lebendige 51 Zentren – mit Dorfladen, Mittagstisch, lokalem Grün, Solarenergie, Abkühlorten und Ladestationen und Holzöfen, in denen Familien Lehmofenpizza backen. Überall gibt es offene Ateliers, an jeder Haltestelle grüne Begegnungsräume. Jede:r bringt ein, was sie lieben: Musik, Tanz, Handwerk. Das Verständnis füreinander wächst. Mit  Nachbarschaftsfesten feiern wir die Vielfalt.

Bonn ist eine 10-Minuten-Stadt – Arbeit, Gesundheit, Freizeit, Bildung: alles in Reichweite. Es entstehen weitgehend autarke, CO₂-neutrale Quartiere. Jede:r engagiert sich für die SDGs in der Arbeitszeit. Nicht aus Pflicht, sondern aus Freude.

Leerstehende Gebäude werden zu Gemeinschaftsorten und Krisenunterkünften. Nachbar:innen helfen sich gegenseitig. Resiliente Nachbarschaften sind kein Traum – sie sind Bonner Realität. Wir haben gelernt: Ressourcen schonen heißt Lebensqualität steigern. Der Teufelskreis des Überkonsums ist durchbrochen.

 

Zusammenfassung: Gesa Maschkowski. Danke dass Ihr da wart, trotz Hitze! Für die Fotos danken wir Jo Hempel! Und der Luthergemeinde danken wir ganz herzlich für die Nutzung des Gemeindehauses!

Freut euch auf die nächsten Berichte von der ZUsammenKUNFT#1, die Ergebnisse unseres World-Ess-und Trink-Cafe

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Gesa Maschkowski

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