
Völlig vertrocknete und verdreckte Beete harken und bepflanzen – möglichst ohne Kauf von Materialien
Völlig vertrocknete und verdreckte Beete harken und bepflanzen - möglichst ohne Kauf von Materialien
Wir bepflanzen und beleben Beete im öffentlichen Raum.
Neben der Rettung von Bäumen und Beeten ist ein angenehmer Nebeneffekt: Menschen sprechen miteinander über die Themen Klimawandel und Umwelt. Menschen, die seit einem Jahrzehnt oder länger nebeneinander gewohnt haben.
Nebeneffekt II: Menschen jeder Couleur sind involviert: reich, arm, alt, jung, behindert, nicht behindert. Keine verbindliche Verpflichtung: Das ist wichtig. Jeder tut, so gut und so viel er kann. Einige sammeln täglich säckeweise Müll. Allein durch diese unaufdringlichen Hinweise wird weniger weggeworfen.
Ich lasse mich ansprechen. Restaurierte Beete werden selten zerstört. Bislang hat es einmalig eine Spende gegeben. Aber wichtiger scheint mir das Nachdenken. Und die sozialen Kontakte. Ich wohne seit über 20 Jahren in der Bonner Altstadt – und habe noch nie so viele Menschen kennengelernt. Sie fragen, warum ich das mache. Ich zeige ihnen Bienen, Marienkäfer, Regenwürmer, sogar Schmetterlinge. Irgendwie macht dann wieder jemand Neues mit. Pflanzen, die sonst auf dem Müll gelandet wären, sich aber auf dem Beet wieder fangen. Ich zeige auf Beete, wo den Baumwurzeln Erde und Wasser fehlt. Selbst das Einstecken von Rosmarin reicht. Leute sammeln Kompost. Der Kaffee-Roller spendiert Kaffeepulver, eimerweise, eine simple Form von Düngen. Nicht zuletzt gehört dazu: Hinweise an Medien wie Generalanzeiger oder WDR5 Quarks über "Ableger" meiner zunächst persönlichen Initiative, z. B. Fabian, der seit Monaten den Frankenbadplatz säubert: von Kippen, Kronkorken, Plastik, Bechern, inklusive Spielplatz und Grünflächen.
Trommeln über nebenan.de: Bitte unterstützen: Jedes Blümchen zählt... Anfragen beim Stadtgrünamt: Können Sie nicht solche Initiativen fördern? Wir unterstützen Sie hier bei Ihrer Arbeit... Wir graben bisher ohne Erlaubnis.
Ganz einfach: Es fing an damit, einen Baum vor der Haustüre eines Freundes zu gießen, als es so unerträglich heiß war ... Dann kapieren: Das Wasser läuft ab, der Boden viel zu hart, 25 Jahre Rosenmontagabfälle darin vergraben... Kratzen an der halbwegs betonierten Oberfläche ... Ich habe im Mai 2020 angefangen, Straßenbeete zu graben und zu bepflanzen. In der Zwischenzeit sind es neun Beete und ein Hinterhof, insgesamt mehr als 80 Quadratmeter. Ich habe dafür eine Art Netzwerk zusammengebracht. Eigentlich komme ich aus der "Branche" INklusion statt OUTismus. Darüber schreibe ich seit 17 Jahren. Behinderte und verhinderte Menschen einzubeziehen, "Bücherabfälle" zu restaurieren, für einen Lohn statt einem Taschengeld in der Behindertenwerkstätte, das ist mein Ziel. Aber warum nicht auch Beete graben als hartnäckige Nebenbeschäftigung?
- Informationsangebote
- 13. Maßnahmen zum Klimaschutz
Engagementfelder
Völlig formlos. Mail an luzia.roeder(at)gmail.com. Es gab schon einen spontanen Abend mit sieben Menschen, über nebenan.de. Jeder tat, was er kann und mochte. Einer spielte Gitarre, einer brachte eine Flasche Wein - am Ende war ein Beet regeneriert. So soll es sein. Jeder Quadratzentimeter Grün zählt. Wasser zählt. Achtsamkeit zählt. Zehn Cent zählen. Jede Minute zählt.
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