WAS: “Karawane nach Belgrad” Konzert mit Poesie Lesung + Storytelling
WER: Bonnections Initiative mit Milica Helena, Johannes + Ulrike Schwarz + Freunde
WANN: Samstag, den 9. Mai 2026, ab 16:30 Uhr
WO: Künstlerforum Bonn, Hochstadenring 22, 53111 Bonn
Das kostenfreie Konzert lädt zu einer musikalischen Reise nach Belgrad ein, die eine transkulturelle Brücke in mehrfacher Hinsicht schlägt: Zwischen Künstler:innen aus Deutschland und dem Balkan, zwischen Generationen und der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.
Milica Helena (Gitarre und Gesang) ist eine 2007 in Bonn geborene Musikstudentin. In dem Konzert präsentiert sie gemeinsam mit Prof. Johannes Schwarz (Fagott) von der Musikhochschule Würzburg und Prof. Ulrike Schwarz (Saxofon) von der Hochschule für Musik Saar Belgrader Musik aus zwei Epochen – dem Beginn und Ende des 20. Jahrhunderts. Beide Epochen sind auch visuell in der Porträt Ausstellung vertreten mit den Künstler:innen Nadežda und Rastko Petrović und Milan Mladenović und Margita Stefanović.
Ihr Repertoire reicht von traditioneller serbisch-kroatischer und Roma-Musik bis zum jugoslawischen New Wave und Rock. Weitere beteiligte Musiker:innen sind Vladimir Nadtochi, Jodi Tzitz, Veu, Bernd Arthur Kraft, Dikan Kostić und Nataša Kukoč.
Die Porträt Ausstellung der Künstlergruppe Bonn beinhaltet einen “Karawane nach Belgrad” Raum, in dem neben Porträtkunst von der expressionistischen Malerin Nadežda Petrović auch Werke von zeitgenössischen Künstler:innen und Belgrader Street Artists sowie eine Multimedia-Installation zu sehen sind.
Nadežda Petrović war eine Zeitgenossin von August Macke. Sie und ihr jüngerer Bruder Rastko Petrović, der ein bedeutender Avantgarde-Dichter war, werden bei der „Karawane nach Belgrad“ Veranstaltung am 9. Mai näher vorgestellt und in den Kontext der heutigen Belgrader Kulturszene und Jugosphäre gesetzt.
Beide verkehrten vor bzw. nach dem ersten Weltkrieg in den europäischen Künstlerkreisen ihrer Zeit, haben zeitweise in München und Paris gelebt. Als prägende Vorreiter der Moderne sind sie hierzulande jedoch kaum bekannt. Ihre späteren Lebensjahre waren geprägt von Kriegen, Flucht und Migration. Von ihrer kulturellen Bedeutung her könnte man die Petrovićs mit der deutschen Mann Familie vergleichen.
Im Januar ist ein Auswahlband mit Gedichten und Prosa von Rastko Petrović im Leipziger Literaturverlag erschienen, herausgegeben und übersetzt von Robert Hodel. Das Buch „Der sechste Tag“ würdigt das außergewöhnliche Werk und Leben des Dichters und weit gereisten Weltbürgers, der in Paris Teil der Bohème um Pablo Picasso, Paul Éluard und André Breton war und 1949 im Exil in Washington DC gestorben ist.
“Rastko Petrović war ein herausragender Dichter der Postmoderne im südslawischen Raum, zugleich provokant und schüchtern, nicht nur ein berühmter Autor, sondern auch ein Diplomat, Filmemacher und Kunstsammler. Laut seinen Reiseberichten aus Afrika hätte er seinen Lebensabend gerne in einem sudanesischen Dorf verbracht. Tragischerweise ist er als politischer Emigrant einsam und verarmt nach Ende des 2. Weltkriegs in den USA gestorben,” erläutert der Bonner Publizist Milorad Živojnov.
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