
Unser Zukunftsprogramm zeigt, wie wir Bonn lebenswert und klimafreundlich machen können, wenn wir die Empfehlungen aus den B4F Bürgerforen ernst nehmen und auf die Wissenschaft hören.
Liebe Leser:innen,
Im November 2019 ist etwas Außergewöhnliches passiert. Der Rat der Stadt Bonn hat mit großer Einigkeit beschlossen,
dass Bonn bis spätestens 2035 klimaneutral sein soll. Das verdanken auch tausenden von jungen Menschen, die auf den Straßen ihr Recht auf Zukunft und ein stabiles Klima eingefordert haben.
Das steht auf dem Spiel. Im Zuge der Kommunalwahl haben einige Parteien deutlich gemacht, dass sie dem Klimaschutz keine hohe Priorität mehr einräumen. Das ist gefährlich. Auch für die Wirtschaft. Denn es ist viel teurer, Klimaschäden zu beseitigen, als das Klima zu schützen. Und am Ende müssen wieder die Bürger:innen die Schäden bezahlen.
Viele Wähler:innen wünschen sich von ihren Parteien mehr Klimaschutz nicht weniger. Das hat die Universität Erfurt 2025 herausgefunden. Es darf kein Zurück geben, sondern nur ein Besser und Schneller auf dem Weg zur klimafreundlichen und gerechten Stadt.
Wo stehen wir jetzt? Und was müsste heute passieren? Von 2020-23 hat Bonn im Wandel e.V. mit Förderung der Stadt Bonn das preisgekrönte Mitwirkungsverfahren Bonn4Future-Wir fürs Klima durchgeführt. Über 200 Bonner Bürger:innen aller Alters- und Bildungsschichten haben teilgenommen. Die Empfehlungen sind jetzt im Klimaplan der Stadt Bonn.
Was können wir aus den Bonn4Future Foren lernen?
In den letzten Monaten haben wir den Umsetzungsstand von Bonn4fFuture analysiert, Expert:innen befragt und Bonner Initiativen gebeten, unsere Ergebnisse zu kommentieren. So entstand dieser Forderungskatalog „Zukunft geht nur zusammen„. Er beinhaltet die Empfehlungen der Bürger:innen und das Wissen aus der organisierten Zivilgesellschaft.
Wir möchten, dass die zukünftige Stadtregierung weiter zu ihrem Wort steht, dass sie Vorbild ist und Verantwortung übernimmt, um eine der größten Krisen einzudämmen und zu bewältigen. Mit diesem Wunsch sind wir sind nicht allein. Über 60 Bonner Organisationen, Wissenschaftler:innen, Unternehmen und zahlreiche engagierte Bürger:innen gehören jetzt schon zum Unterstützungskreis, Täglich kommen neue hinzu.
Wir danken allen, diese Forderungen mit vielen hilfreichen Kommentaren ergänzt haben. Wir haben sie der Presse vorgestellt und im Gespräch mit OB-Kanditat:innen diskutiert. Jetzt seid Ihr dran. Verteilt sie, unterstützt sie, sprecht darüber, denn Zukunft geht nur zusammen.
Herzliche kokreative Grüße aus dem Kernteam
Gesa Maschkowski, Carmen-Isabella Penning, Raphael Räpple, Maximilian Frenken, Martin Niehus, Susanne Gelf, Klaus Lange, Daniela Baum, Sonja Corsten, Christiane Hackethal.
Und das sind unsere drei Kernforderungen
- Der Schutz unserer Lebensgrundlagen muss bei allen Entscheidungen an erster Stelle stehen. Denn Profit vor Mensch und Umwelt funktioniert nicht mehr. Wälder, Felder und Wiesen, Tiere und Pflanzen leiden unter Hitze, die Wasserkreisläufe sind gestört. Die Ernten werden durch Dürren und Überflutungen gefährdet Schon heute fordert die Klimakrise und senkt die Leistungsfähigkeit von Arbeitnehmenden. Die Ahrtalfluten bleiben unvergessen.
- Wir fordern die Stadtregierung auf, die Mobilitäts- und Wärmewende zu beschleunigen, damit wir schneller aus den fossilen Energieträgern aussteigen können. Denn unsere Heizungen und der Verkehr in Bonn verursachen die meisten Treibhausgase, treiben die Erderhitzung an und gefährden unsere Gesundheit.
- Wir fordern die Politik auf, die Menschen dabei zu unterstützen, sich gut zu organisieren und gemeinsam ihre Nachbarschaften schön und klimafreundlich zu machen. Damit alle mitmachen können, brauchen wir klare Klimaziele, die jede:r versteht, und gute Beispiele, die Mut machen. Vor Ort brauchen wir Koordinator:innen, die ausgebildet sind und dafür sorgen, dass die Menschen zusammenkommen und die Zusammenarbeit Freude macht. Das war eine zentrale Empfehlung der Bürger:innen in den Bonn4Future-Foren. Denn gemeinsam ist es leichter, Häuser zu dämmen, auf klimafreundliche Wärmeversorgung umzusteigen oder die Mobilität besser zu organisieren.
Damit das alles klappt, brauchen wir ein zivilgesellschaftliches Zukunftsbüro, um die guten Erfahrungen und das Wissen aus Bonn4Future und von anderen Organisationen zu vervielfältigen. So können wir auch mit begrenzten Mitteln viel erreichen.
Du möchtest die Zukunftsforderungen unterstützen? Hier gehts zu Unterstützungserklärung.
Die Forderungen mit allen acht Handlungsfeldern
Es folgt das Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken. Hier könnt Ihr Euch schnell einen Überblick verschaffen oder in einzelne Forderungen reinklicken und mehr lesen. Unseren Flyer und das ganze Programm als PDF mit allen Quellen findet Ihr ganz unten.
1. Besser kommunizieren – Selbstorganisation stärken
2. „Et kütt wie et kütt“ – oder doch nicht? Wie Bonn mit guten Bildungskonzepten die Schulen und Unternehmen klimafit macht
3. Bonn in Bewegung – wie wir die Mobilitätswende voranbringen und die Stadt zurückerobern
4. Schön warm und angenehm kühl – aber nicht mit Gas! Eine Wärmewende, die sich alle leisten können
5. Niemand ohne Dach: Bonn schafft Wohnraum – nachhaltig, bezahlbar und schnell mit weniger Neubau
6. Leckeres und klimafreundliches Essen für alle – die Zukunft der Lebensmittelversorgung beginnt jetzt
7. Win-Win-Win für Unternehmen, die Gesellschaft und die Erde
8. Bonner Bündnis mit der Natur: Lebensräume bewahren, mehr Grün und natürliche CO2-Senken schaffen
Die Forderungen im Einzelnen
1. Besser kommunizieren – Selbstorganisation stärken
Die Klimaziele müssen für alle Bonner:innen verständlich sein. Und sie brauchen Unterstützung beim gemeinschaftlichen Umbau ihrer Wärme-, Verkehrs- und Energiesysteme. Wenn die Zusammenarbeit gelingt, entstehen Freude, Ownership und Mut, das hat Bonn4Future gezeigt. Mit guter Kommunikation und Hilfe zur Selbstorganisation kann die Stadt Bonn eine Kultur des Miteinander fördern und viel bewirken.
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1.1 Informieren, was auf uns zukommt, wo wir stehen und wie wir es schaffen können
Bislang wissen vermutlich die wenigsten Bonner:innen, dass unsere Emissionen laut Klimaplan der Stadt Bonn sieben- bis zehnmal schneller sinken müssen als bisher. Oder dass unsere Ernährungssicherheit gefährdet ist und die Gaspreise ab 2027 steigen werden. Menschen aus allen Stadtteilen, Bildungs- und Altersschichten müssen erfahren,
- dass wir uns im Klimanotstand befinden, was im Klimaplan steht und was Bonner Bürger:innen bei Bonn4Future erarbeitet haben.
- wo wir stehen, was Politik, Verwaltung, Unternehmen und Bürger:innen bereits tun oder noch tun müssen, damit wir in unserem Bonn gut leben können. Die Information muss sehr verständlich sein, dafür gibt es gute Beispiele.
- Damit die Veränderung gelingt, brauchen wir klare verständliche Ziele, inspirierende und gute Vorbilder und Beispiele aus Bonn, die Mut machen.
📌 Diese Empfehlung gehört zu den Gamechangern aus dem Bonn4Future-Verfahren. Das heißt, sie wurden von den Bürge:innen besonders oft genannt und es würde einen großen Unterschied machen, wenn sie umgesetzt wird.
1.2 Versprechen halten, Vertrauen fördern und gerecht handeln
Über 80 % der Menschen sind sehr oder eher besorgt angesichts der Klimakrise, so die Ergebnisse der jüngsten Umweltbewusstseinsstudie.
Wir fordern, dass Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Initiativen und Bürger:innen regelmäßig zusammenkommen, öffentlich die Klimaziele bekräftigen, besprechen, was wir gemeinsam in Bonn geschafft haben, was noch fehlt, und zeigen, wie wir gemeinsam diesen Weg weitergehen können.
Den Menschen ist auch wichtig, dass Kosten und Nutzen der Klimatransformation gerecht verteilt werden. Verursacher:innen von hohen Emissionen sollen mehr zahlen und Menschen mit wenig Einkommen einen Ausgleich erhalten. So kann man Mehrheiten für die Bewältigung der Klimakrise gewinnen.
📌 Diese Empfehlungen stammen aus dem 1. und dem 4. Bonn4Future-Bürger:innenforum.
1.3 Ein zivilgesellschaftliches Zukunftsbüro vervielfältigt Wissen und gute Erfahrungen aus Bonn4Future
Die guten Ideen und der gute Wille der Menschen sind unsere größte Kraft. Um die Menschen für den Wandel ihrer Quartiere zu unterstützen, brauchen wir finanzielle Unterstützung für ein zivilgesellschaftliches Zentrum, das die guten Erfahrungen aus Bonn4Future aufbereitet, Initiativen berät und Menschen trainiert. So kann man mit wenig Mitteln viel bewirken.
📌 Diese Empfehlung findet sich im Klimaplan Steckbrief 2.1.2.3 als Quartiershub und in dem 4. Bonn4Future-Bürger:innenforum, Aktionsplan 7.4 Transformationszentren in allen Quartieren.
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Herzlichen Glückwunsch, ihr seid ganz unten angekommen!
Hier findet ihr die gesamten Forderungen als PDF mit allen Quellen und Verweisen und unsere Flyer mit den Kernforderungen:
Datei
Zukunftsprogramm für unser Bonn – Langfassung (984.81 KB)
Datei
Flyer Kernforderungen Zukunft zum Ausdrucken.pdf (2.77 MB)
Datei
Flyer Kernforderungen-Zukunft-Zum Lesen.pdf (453.06 KB)
Datei
Flyer-Zukunftsforderungen-leicht verständliche Sprache.pdf(468.43 KB)

