Fragen und Antworten

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Was ist Bonn4Future?

Bonn4Future – Wir fürs Klima" soll ein Mitwirkungsverfahren werden, von dem die Menschen in Bonn sagen: Es war ein guter Prozess und er hat wirklich etwas gebracht. Nicht nur Stadtverwaltung und Politik, auch alle Akteur*innen haben die Herausforderung verstanden. Sie wissen, was zu tun ist und ergreifen wirkungsvolle Maßnahmen. 

Der Stadtrat hat 2019 beschlossen: Bonn wird spätestens bis 2035 klimaneutral. Wir von Bonn im Wandel sind dankbar für diese Entwicklungen zum Wohle der Stadt und unserer Kinder: Mit “Bonn4Future - Wir fürs Klima” haben wir zusammen mit zahlreichen Unterstützenden ein Verfahren entwickelt, das uns als Stadtgesellschaft gemeinsam mit Politik und Verwaltung in die Lage versetzt:

  • Eine vielfältige Bonner Stadtgesellschaft für die Mitgestaltung einer klimaneutralen Stadt zu begeistern
  • Gute Forderungen zu entwickeln und dafür zu sorgen, dass sie in Politik und Verwaltung gehört werden

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5 horizontale Pfeile: Ganz oben in rot "Austausch mit Politik" mit 4 Kästen für die Klimaforen, in orange das Kommunikationskonzept, in blau der Aufbau der Nachhaltigkeitsplattform, in violet Beirat und Evaluation, in grün außerhalb des Kastens "Politik ergreift Maßnahmen, Bürgerinnen engagieren sich"
Bonn4Future Schaubild, Stand April 2021
Bonn4Future Schaubild, Stand April 2021

Am 26.11.2020 haben die Bundesstadt Bonn und Bonn im Wandel den Kooperationsvertrag zur Umsetzung des Verfahrens unterzeichnet. Bonn im Wandel setzt das Verfahren um.

Fünf Tage später konnten vier neue Mitarbeiter*innen (drei davon in Teilzeit) begrüßt werden. Das wurde möglich durch den guten Willen und das große Engagement aller Beteiligten. Bonn im Wandel e.V. hat zwischen Ratsbeschluss am 2.9. bis zur Vertragsunterschrift am 26.11.2020 ziemlich genau 777 Stunden ehrenamtlich gearbeitet. In den Monaten davor waren es sicher tausende Stunden. 

Hier findet Ihr die wichtigsten Dokumente:

Was sind die Ziele von Bonn4Future?

Das Jahr 2020 wird uns nicht nur als Jahr der Corona-Krise in Erinnerung bleiben. Wir werden uns vielleicht auch daran erinneren, dass es das Jahr der Klimakrise war.

Prof. Dr. Niko Froitzheim, Universität Bonn, im April 2020

Vielleicht erinnern wir uns aber auch an das Jahr 2020, weil es der Beginn eines spannenden Veränderungsprozesses war, bei dem wir gemeinsam begonnen haben, die Klimakrise in Bonn zu bewältigen.

Bonn4Future ist ein Mitwirkungsverfahren. Es kommt aus dem Herzen der Zivilgesellschaft und wird in Kooperation mit der Stadtverwaltung entwickelt. Unser Ziel: Eine Kultur der Kooperation zwischen Zivilgesellschaft, Politik, Stadtverwaltung und gesellschaftlichen Akteur*innen, eine gute Verständigung über die besten Ideen und Wege wie Bonn klimaneutral, lebenswert und fair wird.

Die Ziele im Einzelnen:

  • Alle Beteiligten erfahren, was die Klimakrise bedeutet, dass sie gebraucht werden, um die Weichen richtig zu stellen und was sie tun können, damit die Veränderung zur klimaneutralen Stadt gelingt und die Potentiale genutzt werden können.
  • Der Prozess macht Mut, fördert Zusammenhalt, Lernen und Engagement in der Gesellschaft. Das Verfahren ermutigt und unterstützt Stadtrat und -verwaltung und ihre Bürger*innen, gemeinsam neue Wege zu gehen für ein nachhaltiges und wertschätzendes Leben in Bonn: Für uns, für andere Menschen und die Natur, deren Teil wir sind.
  • Diskussionen und Austausch unterstützen Politik und Verwaltung bei der Entwicklung von tragfähigen Maßnahmen.
  • Durch transparente Information und gegenseitigen Austausch erfahren die Maßnahmen von Stadtrat und -verwaltung zum Klimaschutz mehr Verständnis und Akzeptanz.

Was haben wir also Ende 2022 ganz konkret?

  • Mit unserem Mitwirkungsverfahren schaffen wir bei den Beteiligten ein Verständnis für die Herausforderungen und Chancen der Klimakrise - weltweit und auch in Bonn.
  • Wir haben ein positives Zukunftsbild entwickelt, wie wir in Bonn gut und klimaneutral leben können. 
  • Wir haben einen Fahrplan erarbeitet, wie wir dieses Bild bis 2035 erreichen können. Was kann und muss wer tun – Politik, Verwaltung, Bürger:innen und Unternehmen? Welche Fragen sind noch offen?
  • Wir haben ein Kommunikationsnetzwerk aufgebaut und gemeinsam ausgewählte Zielgruppen erreicht. 
  • Die Nachhaltigkeitsplattform macht Engagement sichtbar und unterstützt die Vernetzung von Engagierten und Interessierten.
  • Das Verfahren hat Mut gemacht. Die konstruktive Zusammenarbeit wichtiger gesellschaftlicher Akteur:innen ist gelungen.
  • Veränderung wird sichtbar: Erste Initiativen wurden beraten und unterstützt. 
  • Das Verfahren wurde von einem Beirat begleitet und wissenschaftlich evaluiert. Wir haben Erkenntnisse darüber gewonnen wie eine gute Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft aussehen kann.

Das Verfahren läuft zunächst für zwei Jahre. Der Prozess ist jedoch frühestens zu Ende wenn Bonn klimaneutral ist. Um perspektivisch so viele Menschen wie möglich zu erreichen, halten wir es für nötig in die Quartiere zu gehen: Der Transfer und die Übersetzung der Ergebnisse, Ideen und Impulse auf die Stadtteilebene. Ziel ist ein Netzwerk aus gemeinsam und voneinander lernenden Stadtteilen, die sich ganz konkret und vor Ort auf den Weg machen, ihr Stadtteil zukunftsfähig zu gestalten. 

Warum gibt es Bonn4Future?

Bonn im Wandel e.V. versteht sich als Ideen- und Projektlabor für eine nachhaltige Stadt. Unser Fokus liegt auf der Aktivierung von Menschen und der Gestaltung guter Prozesse. Die Klimawache Bonn erinnert monatlich an die Dringlichkeit des Klimawandels und hat den Bürgerantrag zum Klimanotstand 2019 mit eingereicht.

Damit Bonn bis 2035 klimaneutral wird, brauchen wir nun das Know-How und die Erfahrungen der Zivilgesellschaft, der Politik und Verwaltung, der Bürger*innen, die sich bisher noch nicht beteiligt haben aber auch der Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Bonn4Future schafft den Rahmen für die konstruktive Zusammenarbeit der unterschiedlichen Akteur*iinnen. Es könnte der Beginn eines gemeinsamen Prozesses sein, der uns zu viel mehr befähigt als wir uns heute vorstellen können.

Was genau ist "Bonn4Future - Wir fürs Klima"?

Die Menschen in Bonn erfahren, warum es wichtig und sinnvoll ist, dass Bonn bis 2035 klimaneutral wird. Das schaffen wir natürlich nicht alleine und nicht sofort. Die Kernelemente dieses Mitwirkungsverfahrens sind: 

  • Klimaforen mit zufällig ausgewählten Bonner Bürger*innen sowie Expert*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Verwaltung und Politik. Hier werden Langfriststrategien erarbeitet, aber auch Empfehlungen zu kurz- und mittelfristigen Schritten. Umsetzungsvorschläge werden diskutiert.
  • Die Veranstaltungen werden begleitet von einer motivierenden Kommunikationsstrategie. Dafür nutzen und erweitern wir vorhandene Netzwerke, denn nur gemeinsam können wir viele Menschen erreichen. 
  • Auf einer digitalen Plattform werden Akteur*innen und Projekte sichtbar. Es gibt in Bonn schon mehr als Ihr denkt!
  • Motor für alle Aktivitäten ist ein kontinuierlich arbeitendes professionelles Bonn4Future-Team. Es bringt die vielfältigen Akteur*innen zusammen, ermöglicht Kooperation und Zusammenarbeit und die Umsetzung der Kommunikations- und  Mitwirkungsformate. Das Team arbeitet eng mit der Verwaltung zusammen.
  • Der Bonn4Future-Beirat begleitet, berät und beauftragt die Evaluation. 
  • Der Unterstützerkreis mit über 50 Vertreter*innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft wie CSR-Zentrum der IHK, Bürgerstiftung, Parents-, Fridays- und Scientists4Future hilft uns und wird kontinuierlich erweitert. 
  • Evaluation: Bonn4Future wird wissenschaftlich evaluiert und begleitet durch verschiedene Mitglieder des Geographischen Institut der Universität Bonn und promediare. 

Wie ist der aktuelle Stand des Verfahrens?

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5 horizontale Pfeile: Ganz oben in rot "Austausch mit Politik" mit 4 Kästen für die Klimaforen, in orange das Kommunikationskonzept, in blau der Aufbau der Nachhaltigkeitsplattform, in violet Beirat und Evaluation, in grün außerhalb des Kastens "Politik ergreift Maßnahmen, Bürgerinnen engagieren sich"
Bonn4Future Schaubild, Stand April 2021
Bonn4Future Schaubild, Stand April 2021

Nach der intensiven Anbahnungs- und Konzeptphase 2020, konnten im Dezember 2020 vier neue Mitarbeiter*innen (mit 2,38 Stellenäuquivalenten) im Verfahren begrüßt werden. 

Momentan arbeiten wir an:

  • Konstituierung des Beirats und Beauftragung der Evaluation
  • Aufbau des Kommunikationsnetzwerks & Durchführung des ersten Kommunikationsworkshops
  • Planung des ersten Klimaaktionstags
  • Konzeption des ersten Klimaforums
  • Erste Testphase der Initiativenkarte der Bonner Nachhaltigkeitsplattform mit Initiativen
  • Erarbeitung von grafischen Gestaltungselementen
  • Laufend führen wir Gespräche mit vielen Akteuren, u.a. der Politik und entwickeln unser Mitwirkungskonzept weiter

Wer hat Bonn4Future gestartet?

Angefangen hat alles mit der Frage: Was muss passieren, damit die Menschen in Bonn sagen:

“Das war wirklich ein guter Prozess, wie Bonn klimaneutral wurde.”

Diese Frage haben wir uns selbst gestellt, aber auch vielen anderen Initiativen. Wir haben sie Menschen gestellt, die in anderen Städten Beteiligungsprozesse gestartet haben. Wir haben sie der Verwaltung und der Politik gestellt. So ist nach und nach das Konzept “Bonn4Future - Wir fürs Klima” entstanden. Im Februar 2020 haben wir eine erste Projektskizze als Bürgerantrag eingereicht. Über 50 Bonner Organisationen unterstützen den Antrag, darunter die Fridays4Future, die Alanus Hochschule, die Bürgerstiftung und das CSR-Kompetenzzentrum der IHK Bonn/Rhein-Sieg. Der Antrag wurde im Bürgerausschuss mit großer Mehrheit angenommen.

Diese erste Skizze wurde dann gemeinsam mit einem Berater*innenteam und in Kooperation mit der Verwaltung zu einem konkreten Beteiligungskonzept weiterentwickelt. Alle Arbeiten wurden ehrenamtlich erbracht. Am 26.11.2020 unterzeichneten Katja Dörner und der Vorstand von Bonn im Wandel den Kooperationsvertrag zur Projektumsetzung.

Wer ist Teil des Bonn4Future-Teams?

Das hauptamtliche Team (2,38 Stellen-Äquivalente) wird unterstützt und begleitet von erfahrenen Vertreter*Innen von Bonn im Wandel e.V., der Klimache Bonn und dem Bürgernetzwerk und professionellen Berater*innen aus den Bereichen Bürgerbeteiligung, Stadtentwicklung, Facilitation, Projektmanagement und Kommunikation.

Mehr auf der Teamseite

Was sind die politischen Rahmenbedingungen?

Beschlüsse zu Klimanotstand und Klimaneutralität bis 2020

Im Juli 2019 haben die Parents for Future Bonn, Fridays for Future Bonn und Klimawache Bonn einen Bürgerantrag zur Ausrufung des Klimanotstands gestellt. Der Stadtrat folgte dem Antrag mit großer Mehrheit (Beschluss, Anträge). Im November 2019 hat der Stadtrat beschlossen, dass Bonn bis spätestens 2035 klimaneutral werden soll (Beschluss). 

Bei solchen umfassenden Entscheidungen müssen die Bürger*innen mitwirken können. Das sehen die Leitlinien für Bürgerbeteiligung vor. Es geht auch nicht anders. Denn eine positive Vision und aktives Engagement der Menschen sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren beim Wandel zur klimaneutralen Stadt.

Im Mai 2020 wurde vom Hauptausschuss ein erster Maßnahmenkatalog zum Klimanotstand beschlossen. Dort wird auf die Notwendigkeit der Bürgerbeteiligung und auf den Bürgerantrag „Bonn4Future - Wir fürs Klima“ explizit hingewiesen (Punkt 6).

Im Februar wurde von GRÜNE, SPD, DIE LINKE und VOLT den neuen Koalitionsvertrag verabschiedet. Klimaschutz ist dort ein wichtiges Thema.

Beschlüsse zu Bonn4Future

In enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung haben wir ein Umsetzungs-Konzept und einen Kostenplan entwickelt. Über die Umsetzung des Konzepts und die Freigabe der Gelder entscheidet nun die Poltik. Folgende Gremien haben unser Konzept mit großer Mehrheit positiv unterstützt

  • Bürgerantrag: Wir fürs Klima Mitwirkungsprozess zur Klimaneutralen Transformation der Stadt
  • Beschlussvorlage: „Bonn 4 Future - Wir fürs Klima“ – Konzept zum Mitwirkungsprozess
    • 19.06.2020: Beirat Bürgerbeteiligung
    • 25.06.2020: Ausschusses für Bürgerbeteiligung und lokale Agenda ABBLA 
    • 18.08.2020: Umweltausschuss
    • 02.09. Rat der Bundesstadt Bonn
  • Auf der Grundlage des beschlossenen Konzepts wurde am 26.11.2020 von Katja Dörner der Kooperationsvertrag zwischen Bonn im Wandel und der Bundesstadt Bonn unterschrieben

Ist “Bonn4Future - Wir fürs Klima” das Sprachrohr der ForFuture Bewegung?

Nein. “Bonn4Future - Wir fürs Klima” vertritt keine anderen Gruppen und ist auch keine Dachorganisation oder das Sprachrohr der ForFuture Bewegung. Bonn4Future ist ein Verfahren, das alle Bonner*innen in die Lage versetzen soll, am großen Projekt klimaneutrales Bonn mitzuarbeiten. Die Fridays for Future haben die Türen und Herzen geöffnet, Ihnen ist es zu verdanken, dass wir heute ein viel größeres Bewusstsein und Handlungsbereitschaft für die Herausforderungen des Klimawandel erleben als noch vor wenigen Jahren. Ohne sie gäbe es den Beschluss des Bonner Stadtrats zur Klimaneutraltität bis 2035 nicht. Ohne sie gäbe es auch “Bonn4Future - Wir fürs Klima” nicht.

Sie und viele entschlossene Menschen in allen Lagern haben den Weg bereitet für richtungsweisende Entscheidungen. Nun brauchen wir einen guten Kommunikations- und Umsetzungsprozess. Denn wir wollen alle mitnehmen. Bonn soll zukunfts- und enkeltauglich werden. Mit dem Mitwirkungsverfahren “Bonn4Future - Wir fürs Klima” haben wir ein Konzept entwickelt um diese Kommunikations- und Verständigsungsleistung auf kommunaler Ebene zu ermöglichen. Alle uns bekannten Bonner ForFuture-Gruppierungen in Bonn unterstützen diesen Prozess, aber auch noch viel mehr Institutionen, Initiativen und Organisationen. Und es sollen noch viel mehr werden. 

Wir als Bonn4Future-Team bringen nun unsere Expertise für die Gestaltung eines guten Verfahrens ein. Dieser Prozess geht alle an, Klimaneutralität ist eine Gemeinschaftsaufgabe.

Wie ist der Bonn4Future-Prozess in die kommunalen Strukturen eingebettet?

So eine enge Zusammenarbeit zwischen Initiativen und Verwaltung gab es in Bonn bislang noch nicht. Wir müssen sie neu entwickeln und erproben. Im Moment gehen wir von folgenden Verantwortlichkeiten und Gremien aus.

  • Das Fachamt 56 benennt die/den Projektverantwortliche(n)  und unterstützt Bonn im Wandel e.V. dabei, das Mitwirkungsverfahren zu planen und umzusetzen.
  • Das Bonn4Future-Team ist verantwortlich für die kontinuierliche Planung und Weiterentwicklung des Mitwirkungsprozesses in Kooperation und Zusammenarbeit mit vielen Akteur*innen (Community- und Projekt-Management). 
  • Die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Bonn im Wandel e.V. wird in einem Kooperationsvertrag geregelt. Das federführende Amt stellt für den Zeitraum des Verfahrens eine*n Projektbeauftragte*n zur Verfügung.
  • Das Bonn4Future-Team setzt nicht selbst alle Arbeitspakete um. Seine Leistung besteht darin, in Kooperation mit den Partner*innen für eine erfolgreiche Umsetzung aller Arbeitspakete zu sorgen. Dafür werden bestimmte Leistungen an externe Auftragnehmer*innen vergeben, zum Beispiel die Großveranstaltungen.
  • Die Koordinierungsstelle Bürgerbeteiligung ist in die Planung und Durchführung der Beteiligungen eingebunden.
  • Jeweils eine Person aus dem Beirat Bürgerbeteiligung, Klimaschutzbeirat und dem Integrationsrat sind Teil des Bonn4Future-Beirates. Weitere Mitglieder aus der Zivilgesellschaft, Kirchen, Kultur, Stiftungen, Wissenschaft, Wirtschaft, Einzelhandel, Gewerkschaften, Bildung, Beteiligung und Politik wurden von der Stadt und Bonn im Wandel gemeinsam benannt.
  • Der Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und Lokale Agenda sowie weitere Gremien wie der Ausschuss für Umwelt- und Verbraucherschutz werden bedarfsweise über Mitteilungsvorlagen informiert.

Gibt es Vorbilder für den Prozess?

Es gibt mittlerweile an die 70 deutsche Städte, die den Klimanotstand ausgerufen haben. Das zeigt, wir sind nicht alleine. Auch in anderen Städten gibt es daher Folgeprozesse die von Bürger*innen mitgestaltet werden, zum Beispiel in Marburg. Unseres Wissens nach ist das Verfahren, wie wir es geplant haben, insbesondere die Kooperation mit der Stadtverwaltung, in Deutschland einmalig.

Ist nicht die Stadtverwaltung für Bürgerbeteiligung zuständig?

Ja und nein. In den Leitlinien Bürgerbeteiligung ist festgelegt, dass weitreichende Beschlüsse wie die Klimaneutralität einer frühzeitigen Bürgerbeteiligung bedarf. Gleichzeitig ist offensichtlich, dass die klassischen Beteiligungsformate überhaupt nicht ausreichen, um ein Großprojekt wie die Transformation zur klimaneutralen Stadt zu bewältigen.

Wir brauchen also Prozesse der Mitgestaltung, die über klassische Beteiligungsformate hinaus gehen. Mit einzelnen Veranstaltungen ist es nicht getan. Es braucht einen kontinuierlichen Prozess des Austausches, der Lösungsfindung und Reflexion. Dieser Veränderungsprozess muss schrittweise und langfristig erfolgen. Er gelingt nur wenn Bürger*innen, Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kultur, Initiativen zusammen arbeiten. Mit dem Mitwirkungsverfahren "Bonn4Future - Wir für Klima" möchten wir die Voraussetzungen und den Rahmen für eine gute Zusammenarbeit schaffen.

Wie wird das Verfahren fair, ergebnisoffen und kooperativ?

"Bonn4Future - wir fürs Klima" möchte eine gute Zusammenarbeit vieler Menschen ermöglichen. Die folgenden Prinzipien sind für uns die Basis einer solchen guten Zusammenarbeit. Das Bonn4Future-Team hat sich vorläufige Arbeitsprinzipien gegeben. Wir verstehen es als lebendiges Dokument, dass sich weiter entwickelt und mit Leben gefüllt werden möchte:

  • Gemeinschaftlich und wertschätzend: Wir setzen uns für einen guten und ehrlichen Umgang ein, sensibel und auf Augenhöhe, für Spaß an der Sache und Freude an der Zusammenarbeit.
  • Vielfältig, inklusiv: Wir erkunden die Bedürfnisse, Wünsche und Hoffnung einer breiten Vielfalt an Menschen und versuchen sie auf vielen Wegen zu erreichen.
  • Ergebnisoffenen und überparteilich: Wir lassen alle Meinungen zu. Wir ermöglichen einen konstruktiven Umgang mit Kontroversen. Wir sind mit allen Parteien im Gespräch. Unsere Unterstützer*innen kommen aus der Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und der Zivilgesellschaft.
  • Visionär und optimistisch: Bonn4Future macht Mut, die Zukunft der Stadt mitzugestalten. Wir ermöglichen Lernen und unterstützen Engagement. Wir decken Chancen auf und machen die Stärken der Teilnehmenden sichtbar. Menschen fühlen sich gesehen, gehört und in ihrer Handlungsfähigkeit gestärkt.
  • Vertrauensvoll: Wir vertrauen darauf, dass Menschen gute Entscheidungen treffen, wenn sie die Chance bekommen, sich mit den Herausforderungen auseinander zu setzen und sich darüber auszutauschen.
  • Professionell: Wir legen Wert auf eine professionelle Projektkonzeption, -organisation und -kommunikation. Wir arbeiten verbindlich, achten auf unsere Ressourcen und Kräfte und die der Teilnehmer*innen. Wir sind klar in den Zielen und kreativ in der Methode.
  • Konkret: Wir wirken darauf hin, dass es greifbare Ergebnisse gibt. Dass sich Lösungen entwickeln, die wir heute vielleicht noch nicht kennen.
  • Transparent: Wir gestalten unsere Arbeitsprozesse möglichst transparent und kommunizieren proaktiv.

Wie wollt ihr einen breiten Querschnitt der Bevölkerung erreichen?

Alleine werden wir das nicht schaffen. Denn unterm Strich besteht die Projektzentrale aus 2,38 angestellten Personen unterstützt durch Verantwortliche von Bonn im Wandel. e.V. Wie immer ist hier der Schlüssel zum Erfolg eine gute Kooperation und ein schrittweises Vorgehen. Das Bonn4Future-Kommunikationskonzept ist in mehrere Phasen unterteilt, in denen jeweils unterschiedliche Akteurs- und Bevölkerungsgruppen erreicht werden sollen. Wir starten mit  Multiplikator*innen und Partner*innen und bauen gemeinsam an einem Kommunikationsnetzwerk. Zusätzlich werden (multi-)medial aufbereitete Veranstaltungen und Ergebnisse leicht (und) verständlich öffentlich zugänglich gemacht. Im zweiten Jahr wollen wir gemeinsam mit unseren Partner*innen neue Zielgruppen ansprechen und mit diesen gemeinsam - sprich partizipativ - daran herausfinden, wie wir sie zum Mitwirken und zur Kokreation gewinnen können.

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Abb: Wie wird die Kommunikation speziell mit der/an die Öffentlichkeit gestaltet?

Wie kann man mitmachen?

Bonn4Future soll auch zu eigenem Engagement anregen. Der beste Weg mitzumachen ist daher,
selbst aktiv zu werden!

Du brauchst Inspiration? Dann schau dich um auf www.bonnimwandel.de. Dort findest du jetzt schon viele Termine und Infos für eine faire, bunte, und klimafreundliche Stadt.

Du machst selbst oder kennst gute Events rund um eine faire, klimaneutrale Stadt? Dann trag sie dort in unserem interaktiven Mitmachkalender ein.

Du bist Mitglied einer Initiative, einer Behörde, eines Unternehmens oder einer Organisation? Dann wollt ihr vielleicht offiziell Unterstützer*in unseres Mitwirkungsverfahren werden. Zunächst geht es um eine ideelle Unterstützung. Später kommen wir auf euch zu und schauen, wie wir uns gegenseitig unterstützen können. Hier kannst du dich anmelden.

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