Art der Veranstaltung
Demo / Kundgebung

Mahnwache 10 Jahre Pariser Klimaabkommen

Veranstaltungsdatum
Sa., 13.12.25, 14:00 - 16:00
Ort
Martinsplatz, Bonn
Zusammenfassung

Am 13.12. werden wir von 14-16 Uhr auf dem Martinsplatz mit einer besonderen Mahnwache an das zehnjährige Bestehen des Pariser Klimaabkommens erinnern.

Ausführliche Beschreibung

Es gibt Reden, ein symbolischer Sarg erinnert an das Leid vieler tausend Betroffenen und das Versagen der Politik. 
Wir gehen gemeinsam durch den Trauerprozess, den es braucht, um ins dringend notwendige Handeln zu kommen.

Vor genau zehn Jahren wurde im Pariser Klimaabkommen beschlossen, die Erderhitzung auf 1,5° zu begrenzen, dieser Wert wurde im Jahr 2024 jedoch erstmals überschritten und bleibt vermutlich dauerhaft überschritten. Da CO2 als eine der Hauptursachen bis zu 1.000 Jahre in der Atmosphäre bleibt, ist diese katastrophale Erderhitzung auch nicht wieder umkehrbar.

Für Deutschland bedeutet das häufigere und heftigere Hitzewellen, Überschwemmungen und Dürren. Doch im globalen Süden bedeutet das, dass viele Landflächen nicht mehr bewohnbar sind und sich zu lebensfeindlichen Gebieten entwickeln. 10 Jahre nach dem Abschließen des Pariser Klimaabkommens sind wir immer noch auf dem Weg in eine Welt, die unendlich vielen Menschen Leid bringt. Dabei wissen wir, wie wir dieses Leid verhindern können.

Es ist notwendig, durch den Prozess des Trauerns zu gehen, um ehrlich mit der Klimarealität umzugehen und ausreichend ambitioniert ins Handeln zu kommen. Die Performance der Red Rebels hilft dabei unseren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Öffentlich. Sichtbar. Ihre Farbe steht für das Blut, das uns alle verbindet, und die Liebe, in der wir uns mit allen Lebewesen und der Natur verbinden. Ohne Worte bringen sie die menschliche Verletzlichkeit zum Ausdruck.

Ihre Performance gebietet einen Moment des Innehaltens, des Nachdenkens, der kreativen Unterbrechung. Es wird aufgezeigt, wie Milliardäre und Politiker*innen unsere Welt gerade auf den Abgrund zusteuern. Auch wenn viele Menschen das vielleicht nicht sehen wollen – Milliardäre sind die Treiber der Klimakrise und sie müssen zur Verantwortung gezogen werden!

Mit der Aktion machen wir deutlich, dass es besonders die reichen Menschen sind, die die Klimakrise anheizen, indem sie zu viel Geld und damit zu viel Macht besitzen. Eine Besteuerung von Milliardären ist längst überfällig. Und es lohnt sich weiterzumachen, um jedes weitere Zehntel Grad Erderwärmung zu verhindern. Jedes weitere Zehntel Grad könnte Tausende Menschenleben kosten.

Wir wissen längst, wie wir noch mehr Klimatote verhindern können! Wir müssen raus aus den fossilen Energien anstatt auf zukünftige Technologien zu hoffen. Wir müssen die Staaten des globalen Südens dabei unterstützen, Klimaresilienz aufzubauen, anstatt diese weiter auszubeuten. Wir brauchen einen sozialverträglichen Umbau unserer Wirtschaft anstatt die Förderung von klimaschädlichen Unternehmen. Es gibt noch vieles, für das wir kämpfen können!

Denn obwohl die 1,5°-Grenze nicht eingehalten wird, machen wir weiter: Oft wird das Überschreiten der 1,5°-Grenze als Scheitern der Klimabewegung bezeichnet, aber im Gegenteil: Die Politik ist an ihrem profitorientierten Handeln im Interesse fossiler Konzerne gescheitert. Um so wichtiger ist es, dass die Klimabewegung weiter laut ist, um ein politisches Umdenken und sozial gerechten Klimaschutz einzufordern.

Kommt also gerne dazu, bringt Freund:innen und Familie mit! Gerne auch Grabkerzen oder Blumen! Lasst uns mit den Menschen ins Gespräch kommen, das Thema wieder auf die Tagesordnung bringen und das Pariser Klimaabkommen nicht in Vergessenheit geraten lassen!

 

Veranstaltende: Klimagruppe Bonn

Flyer mit Text zur Veranstaltung

Eintritt / Kosten

  • Eintritt / Kosten
    frei

Kontakt

  • Email
    zora [at] planet.ms

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